Ein Taxiunternehmen zählt laut Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl genauso zu den Risikobetrieben wie Banken, Tankstellen oder Wettbüros. Vor allem in den Nachtstunden (bis vier Uhr früh) und am Wochenende werden Taxler Opfer krimineller Elemente. Allein heuer wurden im Land ob der Enns 159 Strafdelikte in Taxis verübt. Betrügereien liegen vorne: Bei mehr als drei Viertel aller Delikte prellen betrunkene Nachtschwärmer die Taxilenker um den Fuhrlohn. Doch beängstigend ist, dass sich die Zahl der schweren, bewaffneten Raubüberfälle seit 2004 mehr als verdoppelt hat. Zum Schutz der Chauffeure ist um 400 Euro ein gesamtes Videoüberwachungsset erhältlich. Ein Jahr lang werden zwanzig Prozent der Gesamtkosten vom Wirtschaftsressort des Landes OÖ gefördert. „Wir müssen einfach handeln“, dürfen nicht länger zusehen, so Fachgruppenobmann Michael Gräfner.
„Kolleginnen haben vor Schock aufgehört“
Fast zwei Jahrzehnte fährt Silvia Gruber schon Taxi in Linz. Probleme mit der Familie gibt es nicht - der Freund ist ein Kollege.
Haben Sie eigentlich Angst beim Taxifahren?
Eigentlich nicht. Ich fahre zwar viel in der Nacht, aber ich bin eine resolute Person und fürchte mich nicht.
Gab es schon eine böse Überraschung im Taxi?
Zum Glück noch nicht. Aber Kolleginnen haben nach einem Überfall schon aus Schock mit dem Fahren aufgehört.
Was halten sie von einer Videoüberwachung?
Eine Kamera im Fahrzeug wäre sicher das beste Mittel, um etwaige Täter abzuschrecken.
Foto: Horst Einöder
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