05.12.2007 22:46 |

Freispruch

Amerikaner 15 Jahre unschuldig in der Todezelle

Ein Gefangener in den USA, der 15 Jahre lang unschuldig in einer Todeszelle auf seine Hinrichtung wartete, ist in einem neuen Prozess freigesprochen worden. Wie am Mittwoch aus US-Justizkreisen verlautete, erkannte eine Jury in Chittanooga im US-Bundesstaat Tennessee die Unschuld des inzwischen 55-jährigen Michael McCormack an, der 1987 wegen Mordes an der 23-jährigen Donna Jean Nichols zum Tode verurteilt worden war.

Die Frau war zwei Jahre zuvor getötet worden, als sie aus einer Diskothek kam. Ihre Leiche wurde auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums gefunden. Der Prozess wurde für ungültig erklärt, nachdem ein DNA-Test im Jahre 2001 bestätigte, dass die Haare nicht von McCormack stammten.

Die am Tatort entdeckten Haare waren das Haupt-Beweismittel gewesen. In dem vor einer Woche eröffneten zweiten Prozess verfügte die Staatsanwaltschaft dann nur noch über ein Schuldgeständnis des Angeklagten, das ohne dessen Wissen in einer Bar aufgenommen worden war und als Motiv herhalten konnte. Demnach hatte er Nichols getötet, damit sie einen Einbruch nicht verriet, den er mit ihrem Bruder begangen hatte.

Nach siebenstündigen Beratungen kam die Jury zu dem Schluss, dass McCormack nicht glaubhaft sei. Die Geschworenen verwiesen dabei auf dessen Ruf als Lügner. McCormack verhielt sich nach dem Freispruch zunächst reglos, dann brach er in Tränen aus und fiel seinen Anwälten in die Arme.

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