Tausende Leichen

Massengrab mit 4.250 Leichen ausgehoben

Ausland
05.12.2007 07:54
In der wegen einer jahrelangen Mordserie an Frauen berüchtigten mexikanischen Stadt Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA sind aus einem gefundenen Massengrab 4.250 Leichen exhumiert worden. Wie ein Sprecher der örtlichen Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte, sollen die Überreste unter anderem mit Hilfe von DNA-Analyse identifiziert werden, um nach einem Abgleich mit Vermisstendateien mögliche Verschwundene und Mordopfer ermitteln zu können.

Der Sprecher wies zugleich darauf hin, dass es sich bei den meisten der in dem Massengrab verscharrten Toten um Männer handle. In dem Graben lägen sowohl Hunderte Opfer organisierter Kriminalität als auch Unfallopfer und Migranten, aber auch Menschen, die eines natürlichen Todes gestorben seien.

Nach amtlichen mexikanischen Angaben wurden in Ciudad Juárez zwischen 1993 und 1998 35 Frauen und 198 Männer verschleppt. Bis 2006 verzeichnen die Behörden allein 380 getötete Frauen aus der Stadt - die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) geht von mehr als 400 Opfern seit 1993 aus, andere regierungsunabhängige Organisationen sogar von mehr als 800. Die Vereinten Nationen wiesen in den vergangenen Jahren wiederholt auf die Mordserie hin.

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