„Meine Arbeiten sind politisch, soziologisch und kritisch“, sagt die Wiener Fotografin und Filmemacherin Lisl Ponger. Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen die koloniale Erweiterung Europas und gegen umstrittene Moralvorstellungen von Aufklärung und Moderne. In der Linzer Landesgalerie stellt sie „Imago Mundi“ aus.
Bilder haben Macht. Bilder schreiben Geschichte. Bilder bestimmen unsere Vorstellung von anderen Kulturen. Diese Eckpunkte umspannen das Arbeitsfeld von Lisl Ponger. In Linz steht die Beschäftigung mit der so genannten „Dritten Welt“ im Zentrum. „Ich kritisiere einerseits die ethnologische Fotografie, andererseits unseren Blick auf die Kulturen.“
In der Schau wird man sanft eingeführt. Recherchematerial umkreist Kolonialisierung, Sklavenhandel, aber auch die Ikonographie von Bildern. Ponger nimmt gerne Bezug auf Gemälde. Im Foto „Wenn ich Emil Nolde wäre“ verbindet sie afrikanische Masken mit Eishockeymasken.
Pongers Fotografie erreicht überaus sinnliche und ästhetische Qualitäten. Eine brisante, sehenswerte Ausstellung!
OÖ. Landesgalerie
, Museumstraße 14: bis 17. Februar; Di - Fr 9 - 18, Sa, So 10 - 17 Uhr
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