Nach dem gewonnenen Rechtsstreit stehen die Verantwortlichen der Uni in Berkeley, einer der politisch korrektesten Städe der USA, allerdings vor einem Problem. Wie soll man die "Treesitter" bloß dazu bringen, ihr Baumhaus zu verlassen und aufzugeben?
"Eine extrem schwierige Frage", sagt Uni-Sprecher Dan Mogulof. Im Internet haben zahlreiche User bereits Möglichkeiten angeregt, darunter beispielsweise ein starker Wasserstrahl aus einem Feuerwehrschlauch, Skunk-Spray oder mit Tranquilizern versetzte Dartpfeile.
Doch vorerst haben sich die Verantwortlichen noch auf keine Vorgangsweise festgelegt, um Dutzende Bäume fällen und dann endlich die 125-Millionen-Dollar-Sporthalle errichten zu können. Es kam bereits mehrfach zu Handgemengen zwischen Polizisten und Protestanten, inzwischen ließ die Uni den Eichenhain bereits einzäunen. Es wurde auch überlegt, die unteren Äste der Bäume abzuschneiden, um den Aktivisten das Hochklettern zu erschweren. Fest steht für beide Seiten, dass es zu keiner gewalttätigen Konfrontation kommen soll.
"Treesitter" tragen Masken und arbeiten in Schichten
Ob es sich bei den "Treesittern" um Studenten oder Außenstehende handelt, ist unklar. Die Aktivisten tragen Masken und wechseln ihre "Dienste" schichtweise im Schutz der Dunkelheit. Manche bleiben offenbar mehrere Tage im Baum, während andere nur stundenweise ausharren. Sympathisanten versorgen die Baumhaus-Bewohner mit Nahrung und Getränken.
In der Causa wird derzeit auf eine Entscheidung gewartet, die die letzte Hoffnung der Baumschützer darstellt. Die Stadt Berkeley hat nämlich Bedenken angemeldet, ob der geplante Bau auch tatsächlich den entsprechenden Umweltauflagen entspricht. Ein Gutachten ist derzeit in Arbeit.
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