18.11.2007 20:14 |

"Gegen alte Käuze"

Berlusconi will neue Partei gründen

Der italienische Ex-Premier Silvio Berlusconi hat am Sonntag die Gründung einer neuen Partei angekündigt. Die von ihm Anfang der 1990er Jahre geschaffene Mitte-Rechts-Partei Forza Italia solle aufgelöst werden, kündigte der Medienunternehmer und Politiker an.

Umringt von Anhängern sagte der Oppositionsführer in Mailand, er werde die "Partei des italienischen Volkes der Freiheit" offiziell am Montag vorstellen. "Kommt mit uns, gegen die alten Käuze in der Politik, um eine große neue Volkspartei zu gründen", warb Berlusconi. Sie solle eine Vorkämpferin für die italienische Politik der nächsten Jahrzehnte sein.

Zugleich gab der 71-Jährige bekannt, seine bisherige Partei Forza Italia habe sieben Millionen Unterschriften gesammelt, mit denen Staatspräsident Giorgio Napolitano aufgefordert werden solle, das Parlament aufzulösen und vorgezogene Wahlen ausschreiben zu lassen.

Berlusconi war von seinem rechten Bündnispartner Gianfranco Fini von der Nationalen Allianz vorgeworfen worden, er könne die Mitte-Rechts-Kräfte nicht auf ein gemeinsames Ziel einschwören und konzentriere sich stattdessen auf das kontraproduktive Ziel vorgezogener Wahlen. Das Zerwürfnis könnte das Ende des Oppositionsbündnisses bedeuten. Die reguläre Legislaturperiode endet erst 2011.

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).