Im Schnee gelegen

Wienerin nach Nacht im Freien in Lebensgefahr

Österreich
18.11.2007 20:46
Eine vermutlich alkoholisierte 33-jährige Wienerin hat die Nacht auf Sonntag in den obersteirischen Bergen im Freien statt in der nahe gelegenen Almhütte verbracht. Nach rund fünf Stunden bei heftigem Schneetreiben wurde sie stark unterkühlt von ihrem Freund aufgefunden. Ein Rettungshubschrauber brachte sie mit lebensgefährlichen 24,2 Grad Körpertemperatur in das LKH Klagenfurt, so die Polizei.

Gemeinsam mit ihrem Freund verbrachte die Wienerin das Wochenende auf der Greimhütte in St. Peter am Kammersberg (Bezirk Murau). Nach einem Besuch in einer rund 100 Meter entfernt gelegenen Wirtshaushütte dürften die beiden Samstagabend in Streit geraten sein. Während sich der Freund gegen 23.30 Uhr auf den Weg zurück in die Hütte machte und sich schlafen legte, blieb die Frau aus bisher unbekannter Ursache vor dem Lokal zurück.

Als der Freund rund sechs Stunden später wieder aufwachte, machte er sich auf die Suche nach der 33-Jährigen. Er fand sie bereits bewusstlos vor dem Wirtshaus im Schnee liegen. Als sich die Frau weitere zwei Stunden später noch immer nicht erholt hatte, alarmierte der Wirt die Einsatzkräfte, welche die Verletzte gegen Mittag mit lebensgefährlichen Erfrierungen schließlich in das Krankenhaus brachten.

Auch der Freund muss wegen Verletzungen behandelt werden: Er erlitt vermutlich während der Suche nach seiner Freundin Erfrierungen dritten Grades an den Händen.

Symbolbild

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