Albtraum für Jolie

Leibliche Mutter will Zahara zurück

Adabei
15.11.2007 13:17
Aufregung um Angelina Jolies zweijährige afrikanische Adoptiv-Tochter Zahara: Eine junge Frau in Äthiopien behauptet, die leibliche Mutter des Kindes zu sein – und sie will die Kleine zurück! Laut den Adoptions-Unterlagen, die Jolies Agentur "Wide Horizon" vorliegen, ist die Mutter an Aids gestorben. Das Kind wurde von der Großmutter zur Adoption freigegeben.

Jolie und ihr Lebensgefährte Brad Pitt haben Zahara 2005 völlig unterernährt und sterbenskrank aus Äthiopien zu sich geholt und sie seither aufgepäppelt und zum einem wichtigen Mitglied ihrer Patchwork-Familie gemacht. Jolie sagt, die Verbindung zu Zahara sei besonders intensiv, weil sie mit der Kleinen um ihr Leben gekämpft habe.

"Ich will meine Tochter"
Laut einem Bericht des US-Magazins „In Touch Weekly“ behauptet die 24-jährige Mentewab Dawit Lebiso aber, die druchaus lebendige Mutter des Kindes zu sein und es zurückhaben zu wollen. Die junge Frau lebt in der etwa 225 Kilometer südlich von der äthiopischen Hauptstadt gelegenen Stadt Awassa. Sie sagt, sie habe niemals ein Papier unterschrieben, mit dem sie ihr Kind zur Adoption frei gegeben hätte.

„Ich will, dass meine Tochter nach Hause kommt und sieht, wo sie herkommt. Ihre Großmutter und ich haben beide alles versucht, sie groß zu ziehen, und ich will, dass sie zu uns heim kommt, damit sie ihre Identität wieder findet“, wird die Frau zitiert.

Mutter lief davon
Das Kind war kurz nach der Geburt im Jänner 2005 von der Großmutter zur Adoptionsstelle gebracht worden. Laut der Adoptions-Agentur liegt eine schriftliche Bestätigung der Frau vor, das ihre Tochter an Aids gestorben ist und sie das Kind, weil sie es nicht ernähren konnte, zur Adoption freigegeben habe. Die Familie sagt jetzt aber, dass Dawit Lebiso damals lediglich in Panik davon gelaufen sei. Das Kind wurde bei einer Vergewaltigung gezeugt und sie habe es sich nicht leisten können, sich um das Baby zu kümmern. Außerdem soll die Großmutter geglaubt haben, dass der Kontakt des Kindes zur Familie aufrecht bleiben würde.

Klage hätte Erfolg
Laut dem Adoptionsexperten Jerri Jenista könnte eine Klage der Mutter durchaus Erfolg haben: „Wenn ein Familienmitglied das Kind einem Waisenhaus überlässt und die Mutter es dann zurück will, kann man argumentieren, dass die Person nicht wirklich verstanden hat, dass sie ihr Kind für immer aufgibt.“

Lebiso fehlt aber das Geld für eine Klage. Deshalb hofft sie, dass die „Brangelinas“ mit ihrer Tochter wenigstens einmal auf Besuch kommen, damit ein Kontakt zu dem Mädchen aufgebaut werden kann.

Familie im Wachstum
Jolie und ihr Lebensgefährte Brad Pitt haben insgesamt vier Kinder: Neben Zahara gibt es da noch die beiden Adoptivsöhne Maddox und Pax Thien sowie die leibliche Tochter Shiloh. Das Paar betont immer wieder, dass sie sich noch mehr Kinder wünschen. Jüngste Schwangerschaftsgerüchte um Jolie wurden aber bereits wieder dementiert. Vermutlich wird zuerst ein weiteres Adoptivkind folgen. Angeblich will Jolie eine Spielgefährtin für Zahara in Afrika adoptieren.

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(Bild: kmm)



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