Laternen-Fest

St. Martin und die “Gansln”

Oberösterreich
11.11.2007 19:10
„Die Gänse haben St. Martin verraten, drum müssen sie jetzt im Ofen braten“ - der Bauernfeiertag Martini ist nicht nur für die Gansln, sondern auch für die Laternen-Umzüge und den Faschingsbeginn bekannt.
Laternen-Fest, Adventfasten und Ganslessen - die Gänse waren schuld. Im Stall soll sich der Heilige Martin nämlich versteckt haben, da er die Nachfolge des verstorbenen Bischofs von Tours nicht antreten wollte. Das Schnattern der Gänse habe ihn dort jedoch verraten, weshalb man noch heute die watschelnden Zweibeiner rund um Martini lukullisch verehrt. Eine Begründung könnte aber auch sein, dass mit dem 11. November ein echter „Bauernfeichta“ begangen wird. Ein Bauern-Feiertag zur Winterschwelle, der früher Dienstverhältnisse mit Mägden und Knechten enden oder beginnen ließ und an dem die Löhne ausbezahlt wurden.


Auch die Zeit des sechswöchigen Adventfastens bis Weihnachten beginnt mit St. Martin, weshalb man sich früher vor Beginn dieser Wochen noch einmal kräftig den Bauch vollschlug. „Lichtgansl“ hieß die üppige Mahlzeit dann für Handwerker, „Lesgansl“ für Helfer im Weinberg.


Bekannter ist da wohl das Martins-Lied: „Ich geh` mit meiner Laterne…“ - womit vielerorts von Kindergärten und ihrem Laternen-Umzug dem Heiligen Martin als gutem Mann gedacht wird. Und außerdem wird am 11. 11. um 11.11 Uhr zum ersten Mal die „närrische“ Jahreszeit eingeläutet.


Und wer weiß, vielleicht stimmt´s ja wirklich, was das gebratene Gansl prophezeit: „Ist die Martinsgans am Brustbein braun, wird man mehr Schnee als Kälte schaun, ist sie aber weiß, so kommt weniger Schnee als Eis.“





Foto: Hörmandinger
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