07.11.2007 09:30 |

Nach Unglücksserie

Vorwurf der unsachgemäßen Reparatur bei SAS

Der kanadische Flugzeug-Hersteller Bombardier hat der skandinavischen Fluglinie SAS vorgeworfen, für die Zwischenfälle mit Maschinen des Typs "Dash 8 Q400" in den vergangenen Wochen selbst die Verantwortung zu tragen. Laut Bombardier habe SAS bei der Reparatur der Lande-Vorrichtung einer der kurz darauf von einer Notlandung betroffenen Maschine gegen die festgelegten Routinen verstoßen.

Der Tageszeitung "Politiken" zufolge bauten SAS-Mechaniker am 22. Oktober bei dem betroffenen Flugzeug ein für das Bugrad vorgesehenes Ersatzteil in das Rad der Lande-Vorrichtung unter dem rechten Tragflügel ein. Außerdem habe SAS nicht wie vorgesehen den Hersteller vor der Reparaturmaßnahme kontaktiert. Fünf Tage später musste genau dieses Maschine auf dem Kopenhagener Flughafen notlanden.

SAS ließ über einen Sprecher ausrichten, dass die Mechaniker der Fluglinie stets die technischen Anweisungen befolgen. Der Sprecher wollte den Zeitungsbericht jedoch nicht näher kommentieren, bevor der Untersuchungsberichts der dänischen Unfall-Kommission abgeschlossen sei.

Flugzeuge nach Unglücksserie aus dem Verkehr gezogen
Die skandinavische Airline hatte nach einer Serie von ähnlichen Problemen beim Landen von Dash 400 alle ihre 27 Maschinen dieses Typs aus dem Verkehr genommen. In der Folge mussten zahlreiche Flüge eingestellt werden. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) in Köln will laut "Politiken" im Laufe des Mittwoch erneut über die Angelegenheit beraten.

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