Bomben-Terror

Attentäter in Afghanistan tötet 73 Menschen

Ausland
08.11.2007 13:34
Die Zahl der Toten bei dem Bombenanschlag im Norden Afghanistans ist am Donnerstag weiter auf 73 gestiegen. Viele Opfer waren Schulkinder, die zum Empfang einer Parlamentsdelegation gekommen waren. Zur Beisetzung von fünf bei dem Anschlag getöteten Abgeordneten und fünf ihrer Leibwächter kamen in Kabul tausende Menschen. Ein sechster Parlamentarier, der dem Anschlag zum Opfer fiel, sollte in der Provinz Helmand im Süden des Landes beigesetzt werden. Hunderte Polizisten und Soldaten waren im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen.

Der Bombenanschlag vom Dienstag auf eine Zuckerfabrik war der schwerste seit dem Sturz der Taliban 2001. Präsident Hamid Karzai ordnete am Mittwoch eine dreitägige Staatstrauer an. Er machte für den Anschlag „die Feinde von Frieden und Sicherheit“ verantwortlich - ein Ausdruck, der oft für die Taliban benutzt wird. Die Taliban, die mit Abstand die meisten Anschläge in Afghanistan verüben, wiesen allerdings jede Verantwortung von sich.

Vor der Zuckerfabrik waren zwei Bomben explodiert, als eine Gruppe von Abgeordneten, hohen Beamten und Stammesvertretern das Werk besichtigen wollte. Gegen die Regierung der Provinz Baghlan wurden Beschuldigungen laut, sie habe nicht für ausreichend Schutz der Parlamentarierabordnung gesorgt. Vorwürfe wurden auch gegen die Leibwächter erhoben, die in die Menge der Schaulustigen gefeuert haben sollen.

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