Heftige Proteste

Kosheen-Konzert in ehemaligem KZ abgesagt

Adabei
03.11.2007 20:30
Das geplante Konzert der britischen Rockband Kosheen in dem ehemaligen Konzentrationslager Staro Sajmiste in Belgrad, wo unter der Nazi-Besetzung im Zweiten Weltkrieg Zehntausende Serben, antifaschistische Kroaten, Juden und Roma ums Leben kamen, ist nach heftigen internationalen Protesten abgesagt worden.

Die Band werde nun doch nicht im ehemaligen KZ in der serbischen Hauptstadt spielen, teilten die Organisatoren am Samstag nach einem Bericht der serbischen Nachrichtenagentur Beta mit. Als Grund gaben die Organisatoren demnach den Druck einheimischer und internationaler Medien an, die über die Empörung über das geplante Konzert berichtet hatten.

Am Freitag hatte das Simon-Wiesenthal-Zentrum eine Absage oder Verlegung des Konzertes gefordert. "Ein Konzert an diesem Ort wäre eine Beleidigung der Opfer und der Erinnerung an sie", erklärte der Leiter des Zentrums in Jerusalems, Efraim Zuroff, der sich direkt an den serbischen Präsidenten Boris Tadic gewandt hatte.

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(Bild: kmm)



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