Der alternde Schauspieler Adam Schaf bereitet sich in der Garderobe auf seinen kleinen Auftritt als Haushofmeister vor. Er blickt zurück auf große Rollen, auf erfüllte und unerfüllte Erwartungen. Auf der Bühne und im Privaten.
Aber es wäre nicht der Altmeister des österreichischen Kabaretts, Georg Kreisler, wenn nicht auch Politisches mitschwingen würde. Leise kommt es daher, in den vordergründig humorvollen Liedern. Aber der Sarkasmus sitzt noch immer, ob beim Blick auf die junge Republik oder in die österreichische Seele.
Sparsam streut Karl M. Sibelius in der Regie von Uwe Lohr (Bühne: Silke Fischer) auch aktuelle Kritik. Sibelius entblättert sich (bis auf die Unterhosen) und das Schauspielergenre. Er gibt dem Stück eine eigene Note, betont dabei das Tragische und erweist sich als stimmiger Kreisler-Interpret, ohne sich von Vorbildern beirren zu lassen.
Nächste Vorstellungen: 6., 7., 14., 15. 11.
Foto: Christian Brachwitz













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