So, 24. Juni 2018

Rebellen

03.10.2007 21:00

In der FP rumort es

In der oberösterreichischen FP fliegen wieder die Fetzen: Zwei Jahre nach der Konsolidierung unter Obmann Lutz Weinzinger und Klubchef Günther Steinkellner proben drei Teilorganisationen den Aufstand gegen die Politik der Frontmänner, die ihnen nicht „kantig“ genug ist. Blaue Bauern, Jugend und Arbeitnehmer formieren sich um Energie AG-Rebell Herbert Aspöck.

Der 41-jährige Abgeordnete und FP-Vizeobmann, der als einziger Blauer im Landtag gegen die Teilprivatisierung der Energie AG stimmte, beruft sich darauf, dass 80 Prozent der FP-Wähler seiner Meinung seien: „Unternehmen der Daseinsvorsorge müssen 100 Prozent unter öffentlicher Kontrolle bleiben.“

Zustimmung findet er bei der FP-Jugend unter Detlef Wimmer und Vize Ulrich Püschl, den blauen Arbeitnehmern mit Hans Payrleitner und den FP-Bauern, deren Sprecher Horst Wagenhofer ein zweites „kantiges“ Thema nennt: die Forderung nach einer Volksabstimmung über den EU-Vertrag, über die sich die Blauen freilich einig sind.

Direkt gegen Weinzinger und Steinkellner stellen sich die FP-Rebellen nicht, fühlen sich aber „mehr vertreten“ von Aspöck, der in seiner Partei „echte Oppositionspolitik“ vermisst und „wieder die Themenführerschaft bei FP-Kernthemen“ erobern will: Familienpolitik, Arbeitsmarkt, Zuwanderung und direkte Demokratie „wie bei Oper und Temelín“. Ob er beim Parteitag im April gegen Weinzinger als Obmann-Kandidat antreten will, lässt Aspöck offen: „Jeder kann kandidieren.“

Ganz einig sind sich die Teilorganisationen nicht. So erklärt Michel Ecker für die FP-Jugend Urfahr-Umgebung: „Wir stehen voll hinter Lutz Weinzinger.“

 

Foto: Chris Koller

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