Milliardenprojekt

Ausbau der Linzer Voest läuft an

Oberösterreich
01.10.2007 19:56
Sofort anlaufen kann das Erweiterungsprogramm „L 6“ der Voest am Standort Linz: Umwelt-Landesrat Rudi Anschober unterschrieb Montag früh den 1500 Seiten starken Bescheid, wonach das Milliardenprojekt die Umweltverträglichkeitsprüfung bestanden hat. Es bringt 1000 neue Jobs im umweltfreundlichsten Stahlwerk der Welt.

700 Millionen Euro Bau-Investitionen plus 300 Millionen für die Verbesserung des laufenden Betriebs: Zusammen mit „Voest 2010“, dem seit 2001 laufenden ersten Programm, investiert der Stahlriese in neun Jahren drei Milliarden Euro in die Optimierung des Linzer Standorts. „L 6“ soll in der nun voll genehmigten ersten Phase die Produktion von derzeit 5,1 auf sechs Millionen Tonnen Stahl im Jahr anheben. Wenn auch Phase zwei realisiert wird, für die es eine Grundsatzgenehmigung gibt, werden es 6,5 Millionen Tonnen. 

Beide Phasen zusammen bringen 1000 Arbeitsplätze, und zwar, wie Voest-General Wolfgang Eder betont, „hoch qualifizierte“, die mit der gängigen Vorstellung von einem Stahlwerks-Job nichts mehr zu tun haben. Hochtechnologie im Dienst der Umwelt: „Die Voest erzeugt mehr Stahl mit weniger Umweltbelastung“, ist Anschober begeistert: „Sie hat weltweit die geringsten Emissionen pro Tonne Produktion.“ Damit gehe man „über den Stand der Technik hinaus“, so Eder: Der in Linz eingehaltene Grenzwert ist nur halb so hoch wie der deutsche, der „international als neuester Stand gilt“. 

„L 6“ kann sofort starten: Erstes Projekt ist ein Kraftwerk, für das die Baugrube bereits ausgehoben ist.




Foto: Markus Wenzel

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