13.06.2003 15:38 |

Unsere E-Zukunft

Wohnen im High-Tech-Zeitalter

Die technischen Entwicklungen der letzten Jahre haben bereits unseren Alltag revolutioniert: Handy, Internet und High-Tech-Haushaltsgeräte findet man bereits in fast jedem Haushalt. Doch wie schaut die Zukunft aus – wie werden sich unsere Wohnungen in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Krone.at wirft einen Blick in die Zukunft und hat den Forschern der High-Tech-Labors über die Schulter geschaut.
Weniger ist mehr
In unseren Wohnzimmern heute stapeln sich die elektronischenGeräte: DVD,Player, Videorekorder, Hi-Fi-Anlage... und dieFernsteuerungen am Couchtisch. Das Wohnzimmer der Zukunft sollnur mehr einen hauchdünnen Plasma-Bildschirm besitzen, deran der Wand hängt. Alternativ dazu gibt es Multimedia-Projektoren,die Riesenbilder an die Wand werfen. Fernsteuerungen werden durchSpracheingabe und durch kleine drahtlose "Smart Displays" mitTouch Screen ersetzt. Geräte sind direkt in Möbel integriertund verstellen keine Zimmer mehr.
 
All-in-One
Die in der ganzen Wohnung verteilten Bildschirmedienen gleichzeitig auch der Videotelefonie und dem Internet-Zugang.Kinder können in ihren Zimmern interaktive Spiele auf denMonitoren spielen in denen sie selbst zu Hauptdarstellern werden.In der Küche erscheinen die Rezepte am Internet-Kühlschrankund sogar auf der Toilette können E-Mails gecheckt werden.
 
Display im Rasierspiegel
Philips hat einen LCD-Bildschirm entwickelt, derin einem Spiegel untergebracht wird. So kann der Benutzer desHigh-Tech-Spiegels beim Rasieren oder Zähneputzen E-Mailslesen oder Nachrichten anschauen. Kinder können durch eingeblendeteComics das korrekte Zähneputzen lernen. Die ersten Spezial-Spiegelsollen in ausgewählten First-Class-Hotels zum Einsatz kommen.Im Jahr 2005 soll der Spiegel dann für Jedermann erhältlichsein - jedermann der sich das leisten kann: Ein Spiegel mit 17-zölligemDisplay soll etwa 2500 US-Dollar kosten, die 30-Zoll-Variantegar 5500 US-Dollar. Und so funktioniert es: Hinter dem durchlässigenSpiegel verbirgt sich ein Display im 16:9-Format mit 1280 ×768 Pixel-Auflösung.
 
Himmelbett im Internet
Philips verspricht mit "NEBULA" die ultimative Entspannung.An die Decke werden atmosphärische Bilder projiziert, dieaus dem Internet kommen: Ein blauer Himmel oder romantische Sternbilder.Die Bilder passen sich der Schlafstellung an und sollen ein einzigartigeAtmosphäre schaffen.
 
Der Internet-Kühlschrank
Erste Prototypen des Internet-Kühlschrank hatSiemens bereits präsentiert. Das Küchengerät nimmtautomatisch wahr, was sich in seinem Inneren befindet und kannautomatisch Nachschub im Internet bestellen. Man wählt dieLieblings-Rezepte im Internet und der Schrank vergleicht, welcheZutaten noch benötigt werden. Auch Ablaufdaten lassen sichso überwachen - diese müssen aber vorläufig nochmanuell eingegeben werden. Der Kühlschrank ist mit dem Internetverbunden - so kann man auch unterwegs nachsehen, was noch allesim Kühlschrank ist. Siemens und andere Hersteller arbeitenan Internet-Standards um alle Haushaltsgeräte zu vernetzen.So kann man vom Büro aus die Waschmaschine starten oder denRasensprenger aktivieren.
 
Access-Technologien
Das Internet und digitales Speicher von Musik undFilmen auf DVD und enormen Festplatten liefern eine unglaublicheAuswahl an Multimedia-Inhalten. Dazu kommen noch private Aufzeichnungen- Homevideos und digitale Fotos. Eine Herausforderung an das elektronischeZuhause der Zukunft liegt darin, diese vielfältigen Medienmöglichst einfach zugänglich zu machen. So kann eindigitaler Assistent ein privates Radio mit den Lieblingssongszusammen stellen. Wenn man gerne einen Song hören will, abernur mehr die Melodie kennt, kann man dem Computer diese vorsummenund das Lied wird dann in der Datenbank gesucht. Durch das digitaleProgramm führt ein virtueller Assistent oder eine virtuelleAssistentin.
 
Der Smart Space
Anfang des Jahres hat der Mobilfunk-Anbieter ONEeine "Zukunftswohnung" in Wien eröffnet. Technologie stehtdabei aber nicht sichtbar im Vordergrund, sondern fungiert alsstille Unterstützung. Die hypermodern gestylte Wohnung istvollkommen vernetzt und dient als Arbeitsstätte der Abteilung"Future ONE" und als Experimentier-Labor für Zukunfts-Technologien.Die vom jungen Wiener Architektenteam eisvogel. realisierte Zukunftswohnungist so angelegt, dass sie sich immer weiterentwickeln kann. Anhandeiner konkreten Wohnsituation mit Küche, Bad und Wohnzimmerund einer virtuellen Familie bietet der Smart Space auf rund 400Quadratmetern die ideale Ausgangslage für Lebens- und Arbeitssituationender nahen Zukunft.
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