Weil dem Regisseur das Stück selbst offenbar rein gar nichts sagte, hatte er die Idee, den Verschwender im Nachtasyl beginnen zu lassen. Das Ende also zum Anfang. Was folgt? Eine Abfolge von teilweise wunderschön inszenierten Szenen - bloß haben die großteils nichts bis kaum etwas mit dem Stück am Hut.
Regisseur Bauer hat wahrscheinlich mehr Bezug zum Fernsehen als zum Theater. Ein bisserl erinnert der ganze Abend ans Zappen vorm Bildschirm. Erst in den letzten 30 Minuten taucht überraschend der Inhalt des Stückes auf. Plötzlich werden ganze Textblöcke gesprochen. Dann kann auch Günther Rainer als Julius von Flottwell schauspielen - statt als Staffage herumzustehen. Ein Plus dieses eher schrillen als schönen Abends: Die Musik ist stimmungsvoll und prägnant.
Foto: Brachwitz
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