Teurer Strom

¿Ein bisserl was geht immer!¿

Strom wird in den nächsten Monaten nicht teurer: Immerhin zu dieser Zusage der Energie AG hat die Preisdiskussion der Vorwoche geführt. Billiger wird er aber auch nicht - es sei denn, man sucht sich wie bereits 3000 Oberösterreicher selbst das beste Angebot. Manchmal hat es auch der „Platzhirsch“.

„Der Kampf um Marktanteile führt zweifellos dazu, dass die Anbieter den Kunden mehr entgegenkommen“, glaubt Konsumentenschützer Robert Wurzinger von der Arbeiterkammer, obwohl seit der Markt-Liberalisierung Strom laut Verbraucherpreisindex um ein Fünftel teurer geworden ist: Wenn man den Preis vom Oktober 2001 als 100 Prozent annimmt, zahlen wir heute 120 Prozent. „Man kann schwer sagen, wie sich der Preis ohne Markt entwickelt hätte, aber man muss sich nur die Entwicklung beim Telefon ansehen - da hat der Markt massiv gewirkt“, so Wurzinger.

Beim Strom ist es nicht so einfach, meint Vertriebschef Hans Zeinhofer von der Energie AG: „Weil wir von den Kursen an der internationalen Strombörse abhängig sind, ist der Spielraum für den Kampf um Marktanteile gering.“ Nur der Verbund mit der billigsten Eigenproduktion kann deutlich niedrigere Preise bieten: zehn und mehr Prozent unter denen der Energie AG.

Mit Auswahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Tarifen spielt der oberösterreichische Großversorger auch selbst mit beim Preispoker. „Man soll immer auch den Anbieter, den man schon hat, um bessere Konditionen fragen“, rät Wurzinger. Nach dem Motto „Ein bisserl was geht immer“ könne man auch mit „Platzhirschen“ handeln und ein paar Euro sparen.

Ungleich mehr Ersparnis verspricht Zeinhofer durch Service-Aktionen wie Energie-Check oder Umtausch alter Elektrogeräte. „Einem Konsumenten, für den das ein Argument ist, raten wir nicht ab, bei seinem Anbieter zu bleiben“, gibt Wurzinger zu: „Generell sind wir als Konsumentenschützer aber für Konkurrenz. Nur drei bis fünf Prozent haben bisher den Anbieter gewechselt - da ist noch viel drin, um Kundendruck auf die Preise zu machen.“

Mit dem Tarifkalkulator der E-Control (http://tarifkalk.e-control.at) kann man den besten Anbieter suchen und gleich per Internet beauftragen. Er führt dann den Wechsel durch.

 

 

Grafik: Chvatal

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