„Das wäre nicht nur verantwortungslos, sondern auch kurzsichtig, weil das Fehlen des Sicherheitsstreifens im Nachhinein nicht mehr gutzumachen wäre“, verteidigt Baureferent Franz Hiesl (VP) die Landespläne für das allerunwirtschaftlichste Asfinag-Projekt Österreichs: Die 22,5 Kilometer von Unterweitersdorf nach Freistadt werden 689 Millionen Euro Baukosten verursachen, aber nur 191 Millionen Maut einspielen, also die 10 Milliarden Schulden der Asfinag um eine weitere halbe Milliarde erhöhen.
Ähnlich tiefrote Zahlen schreibt nur noch der Linzer Westring, dessen 4,4 Kilometer 403 Millionen kosten - und damit ein Minus von 323 Millionen Maut-Euro verursachen werden. „Diese A 26 ist deshalb so teuer, weil sie nur aus Tunnel und Brücke besteht“, verteidigt Hiesl den hohen Preis für hohe Sicherheit: „Seit den schweren Tunnelkatastrophen sind zwei Röhren vorgeschrieben“, gibt der Baupolitiker dem Sparstift keine Chance: Der Brandschutz habe auch den A 7-Bindermichltunnel derart verteuert - auf 70 Millionen Euro pro Autobahnkilometer, der bei der A 9-Tunnelkette Klaus um ein Drittel und bei der Westspange Wels um ein Fünftel zu haben war.
„Ist um fremdes Geld alles erlaubt?“ Der Puchenauer Westring-Gegner Dr. Rupert Frechinger befürchtet, dass S 10 und A 26 zum „Milliardengrab“ werden, dem der Bau von Öffis zum Opfer fallen könnte. Doch Franz Hiesl verteidigt seine Projekte und ihren Baubeginn im Wahljahr 2009: „Weil wir die Nettozahler dieser Republik sind, haben wir auch die Wiener U-Bahn mitgezahlt, die auch nicht kostendeckend ist.“
Foto: Chris Koller
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