Im Vergleich mit anderen Bundesländern schalten in Oberösterreich die meisten Menschen Elektrogeräte ganz aus, anstatt sie im Stand-by-Modus zu lassen (62,3 Prozent), und 59,4 Prozent gaben an, wegen der Klimadiskussion bewusster und sparsamer zu heizen (in Salzburg nur 41,3 Prozent).
Auch die Wiederverwertung bekommt immer mehr Bedeutung, auch wenn 92,5 Prozent der befragten Oberösterreicher zwar wissen, dass Kauf und Wiederverkauf von gebrauchten Produkten die Umwelt schont, aber erst 40 Prozent angaben, das im Alltag auch zu beherzigen. Das Potenzial im Konsumgüter-Überfluss ist enorm: 66 Prozent der Oberösterreicher gaben an, Handys gegen Neugeräte getauscht zu haben, obwohl sie noch voll funktionstüchtig waren. Ebenso tauschten 76 Prozent funktionierende Spielkonsolen, 66 Prozent Computer, 53 Prozent Fotoapparate und 52 Prozent MP3-Player vorzeitig aus. Vor allem durch die relativ niedrigen Preise von Neugeräten und den Wunsch, „in“ zu sein, werden die Produkte erneuert. Nur an Haushaltsgeräten hängen Benutzer: So entsorgten beispielsweise erst elf Prozent der Oberösterreicher eine funktionierende Waschmaschine.
Über Internet-Plattformen wird die Verschwendungssucht nun aber gebremst: 72,6 Prozent der Oberösterreicher gaben in der Umfrage an, schon gebrauchte Konsumgüter gekauft zu haben, davon zwei Drittel über eBay. Wobei allerdings bisher noch der günstige Preis (89,9 Prozent) vor dem Umweltgedanken (14,2 Prozent) liegt.
Symbolfoto: Martin A. Jöchl
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