Mord nach Feldern
“Schachbrettmörder” in Russland vor Gericht
Die Mordserie gilt als eines der größten Verbrechen der vergangenen Jahre in Russland. Die Staatsanwaltschaft konnte bisher 49 Morde aus den Jahren 1992 bis 2006 in einem Erholungsgebiet im Süden der Hauptstadt belegen. Der Angeklagte soll seine Opfer in den Wald gelockt und betrunken gemacht haben. Anschließend habe er die meist älteren Männer auf verschiedene Arten getötet.
Opfer mit Hammerschlägen getötet oder vom Dach geworfen
„War besondere Grausamkeit in seinem Handeln?“, fragte sein Verteidiger vor Gericht und antwortete gleich selbst: „Wahrscheinlich ja.“ Nach seiner Festnahme im Vorjahr hatten Zeitungen den Anklagten mit den Worten zitiert, er habe so viele Menschen umbringen wollen wie das Schachbrett Felder hat - 64. Der Angeklagte soll einige seiner Opfer jeweils mit mehreren Hammerschlägen getötet haben. Im Jahr 2001 stieß er nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft einen Menschen vom Dach eines 16-stöckigen Gebäudes.
Verteidigung setzt auf Psychologen-Gutachten
Der Verdächtige war vor einem Jahr verhaftet worden, weil eine Frau, die er später bei einem Treffen ermordete, zuvor die Telefonnummer des Angeklagten bei Verwandten hinterlassen hatte. Es wird erwartet, dass der mutmaßliche Täter und sein Verteidiger auf ein psychologisches Gutachten setzen, das dem Angeklagten eine Geisteskrankheit attestieren soll.
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