Auf 50 Hektar in OÖ

Legaler, “drogenarmer” Hanf

Oberösterreich
04.09.2007 09:09
Für Aufsehen sorgte die „Krone“-Geschichte um in Franking polizeilich geerntete 400 Hanfpflanzen, die als Futterpflanzen gedacht waren. Der Anbau des „Drogenkrauts“ ist gar nicht so selten. Etwa 50 Hektar Hanf mit geringen Drogeninhaltsstoffen gedeihen auf Feldern in OÖ ganz legal. Und Mohn - aus dem in Afghanistan Heroin gewonnen wird - wächst bei uns auf 800 Hektar.

„Mohnfelder werden nun zur Seltenheit“, sagt Peter Köppl von der oö. Landwirtschaftskammer. Grund: Die Begrünungs-Zulage der EU in der Höhe von knapp 80 Euro je Hektar wurde gestrichen. Somit müssten sich Bauern mit 720 Euro bis 1200 Euro Verkaufspreis pro Tonne zufrieden geben - pro Hektar wird etwa eine Tonne Mohn geerntet. Wobei er gefragt ist: Die von einer Welser Firma patentierte Mohnfülle wird in 38 Länder exportiert. Weil die Nachfrage so groß ist, wird in Tschechien auf 38.000 Hektar Mohn kultiviert, der aber zur Heroin-Produktion ungeeignet ist.

Aus 30 „drogenarmen“ Hanfsorten, die man bei uns anbauen darf, werden Körner, Schrot (etwa für Brot), Öl und Fasern gewonnen. Und Tierfutter - wie es auch Familie Berger aus Franking plante. Doch die Behörde glaubt ihr nicht…




Foto: Markus Schütz

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