Lehrdienstposten

Streitkinder sind längst "eingesprengelt"

Die oberösterreichische Groteske um zu große Klassen durch „sprengelfremde“ Kinder ist beendet. Denn durch den Umschulungsbescheid sind für LH Josef Pühringer auch die umstrittenen Fälle längst „eingesprengelt“. Weiter geht hingegen das alljährliche Gerangel um Lehrerposten. Heuer handelt es sich um 64.

Wie berichtet, hätten in 51 von 229 ersten Klassen im Herbst mehr als 25 Schüler sitzen müssen. Grund: Kinder aus anderen Sprengeln dürfen nicht mitgezählt werden, in manchen Klassen wären dann wieder 35 Plätze besetzt gewesen.

Bildungsministerin Claudia Schmied sprach von einem „oberösterreichischen Sonderfall“ und empfahl dem Land, die Sprengel einfach anders einzuteilen. Schulchef Fritz Enzenhofer hingegen forderte, alle Kinder zu zählen, ebenso Elternvertreterin Edith Trinkl.

Jetzt beendete LH Pühringer den Streit. „Als der Ministeriumserlass kam, hatten die Kinder den rechtskräftigen Umschulungsbescheid bereits in der Hand und sind damit Mitglieder des Sprengels, müssen daher ohnehin mitgezählt werden - so würde auch ein Rechtsstreit entschieden“, versicherte er der Ministerin.

Weiter gerangelt wird um 64 zusätzlich geforderte Lehrerposten. 74 neue Stellen bietet Bayern an, wo schon 104 Österreicher (zwei Drittel aus Oberösterreich) arbeiten. Auch grenzüberschreitende Workshops sind geplant.

Die Zukunft der Schule in Oberösterreich ist auch Thema eines Krone-Forums am 13. September (siehe Grafik).

 

 

 

 

 

Grafik: „Krone“

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Donnerstag, 13. Mai 2021
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