Bären sterben aus

Moritz soll um 10.000 Euro für Nachwuchs sorgen

Etwa 10.000 Euro würde ein Weibchen für Oberösterreichs Braunbär „Moritz“ kosten. Dann könnte er für Nachwuchs sorgen. Denn 600 DNA-Analysen zeigen, dass es in Österreich nur noch drei Braunbären gibt, dass „Meister Petz“ in unserem Land – wie schon im Jahr 1879 – wieder vom Aussterben bedroht ist.

“Moritz“, der – wie berichtet – zuletzt nach Salzburg gewandert und nunmehr wieder ins Attersee-Gebiet zurückgekehrt ist, ist bereits sechseinhalb Jahre alt. Er kam in Niederösterreich zur Welt, zog dann nach Oberösterreich. Das einzige Bärenweibchen, „Elsa“, streift weitab von „Moritz“ durch die Wälder. Durch Inzest – seit 30 Jahren gab es, wie 600 Gen-Tests in den vergangenen fünf Jahren beweisen, keine Zuwanderung mehr – hatten sich „Moritz´“ Vorfahren auf 34 Tiere vermehrt, von denen aber 31 verschwunden sind.

Um inzestbedingte Gen-Defekte zu stoppen und die Bären in Österreich zu erhalten, sollen in Zusammenarbeit von Ministerium und Bären-Koordinierungsstelle vier Weibchen aus Slowenien zu uns umgesiedelt werden, davon eines für „Moritz“, wünscht sich auch der Mollner Bärenanwalt Walter Wagner. Eine solche Aktion verlief in Frankreich erfolgreich, wo etwa 10.000 Euro je Bärin bezahlt wurden.




Foto: Christof Birbaumer

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