“Der Bindermichl-Knoten ist ein Exot in Österreich. Er wirkt eigentlich nicht wie ein Tunnel und von links münden Fahrspuren ein und gehen Spuren weg. Das erwartet der Autofahrer nicht“, so Dr. Menzl, der mit seiner Firma „TSS“ in Feldkirchen/D. solche „Problemfälle“ analysiert. Er plädiert dafür, die Autolenker selbst zu Wort kommen zu lassen: via Telefon-Hotline, Internet-Befragung, Briefen und Testfahrten mit Berufs-Kraftfahrern. Damit sollen die Gefahrenpunkte herausgefiltert werden.
Die Idee, die Überwachungsbilder der etwa 100 Kameras auszuwerten, die den Bindermichl kontrollieren, griff die Asfinag auf. Allerdings können sich die Mitarbeiter der Tunnelwarte Wels nur Notizen machen, da die Aufnahmen nach vier Stunden gelöscht werden müssen. Nur bei Unfällen werden die Daten etwa zwei Jahre lang gespeichert. „Für alle anderen Auswertungen außer Haus sind wegen des Datenschutzes Gerichtsbeschlüsse nötig“, so Asfinag-Sprecher Harald Dirnbacher.
Einig ist man sich, dass jedenfalls ein Radar und ein Abstandsmessgerät installiert werden müssen!
Foto: Horst Einöder
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