Bereits vor vier Jahren musste, wie von uns berichtet, der damalige Landesbaudirektor Konrad Tinkler eingestehen, dass eine Absiedelung der Bindermichl-Bewohner billiger gewesen wäre als der geplante Tunnelbau. Hintergrund der damaligen Aussage: Eine 42-prozentige Preisexplosion um 41 Millionen. Dabei war damals nur von 138 Millionen Euro die Rede.
Mittlerweile stiegen die Kosten erneut auf sagenhafte 175 Millionen Euro. Schon vor Jahren warnte der Experte: „Wir bauen eigentlich nur einen besseren Stauraum und größeren Parkplatz auf der Stadteinfahrt.“
Die Verantwortlichen sahen dies damals anders: So meinte LH-Vize Franz Hiesl: „Die A7-Einhausung glänzt mit Superlativen. Sie ist die sicherste Tunnelanlage und eine logistische Meisterleistung.“ Weitere damalige Argumente, die nur noch teilweise stimmen: Die Herstellung dieses Tunnels bringe nicht nur eine Verbesserung der Umweltsituation der Anrainer, sondern sei auch ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Jetzt werden die 90.000 betroffenen Fahrzeuglenker fast täglich eines Schlechteren belehrt: Es kracht jeden zweiten Tag, Unfälle mit Blechschäden legten den „Crash-Tunnel“ schon ganze zwei Wochen lahm.
Foto: Stadt Linz
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