11.07.2007 09:03 |

Beim Fotografieren

Deutscher Urlauber in Namibia erschossen

Der Traumurlaub eines deutschen Ehepaares in Namibia hat nur wenige Stunden nach der Ankunft in dem afrikanischen Wüstenstaat mit einem blutigen Drama geendet. Der 56-Jährige wurde beim Fotostopp außerhalb der Hauptstadt Windhuk erschossen, seine Ehefrau entführt. Stundenlang wurde sie neben dem Leichnam ihres Mannes im eigenen Mietauto durch die Gegend gekarrt. Das Drama endete erst, als die Täter auf der Flucht durch die Berge mit hoher Geschwindigkeit einen Unfall bauten und sich ihr Auto überschlug.

Das Paar war nach Informationen der deutschsprachigen namibischen "Allgemeinen Zeitung" am Sonntagmorgen aus Deutschland eingetroffen, um mit einem geländegängigen Mietwagen die landschaftliche Schönheit Namibias zu erleben. Auf dem Weg nach Swakopmund hatten die beiden dann am Mittag nach Überquerung des Khomas-Hochlands einen Fotostopp eingelegt. Dort wurden die Eheleute von zwei Bewaffneten überfallen, die den Mann erschossen, seine Frau zusammen mit dem Leichnam auf die Rückbank des Wagens sperrten und mit dem Auto kilometerweit zwischen Felsen und Schotterpisten ziellos umherirrten.

Frau steht unter Schock
Schließlich legten sie kurz vor Sonnenuntergang den Leichnam des 56 Jahre alten Mannes in einem abgelegenen Flussbett ab, durchwühlten das Gepäck des Paares und verbrannten Kleidung. Dabei wurden sie von einem Farmer überrascht und flohen. Bei der anschließenden Verfolgungsfahrt kam es zu einem Unfall, das Auto überschlug sich. Die zwei Männer rannten davon und ließen die traumatisierte Frau zurück. Die 52-Jährige wurde mit einem schweren Schock in ein Krankenhaus nach Windhuk gebracht.

Großes Entsetzen über die Tat in Namibia
Die Witwe werde konsularisch betreut, sagte Botschaftsrätin Ute König von der Deutschen Botschaft in Namibia. Sie hält die Bluttat, der in den Medien des Landes große Aufmerksamkeit gewidmet wird, nicht für ein Anzeichen steigender Kriminalität. "Gerade das große Entsetzen in diesem Land über die Tat zeigt ja den Ausnahmecharakter", sagte König.

Von den unerkannt geflohenen Tätern fehlt noch immer jede Spur. Die Suche nach ihnen dauere an, sagte Polizeisprecher Angula Amulungu. Namibia hatte zwar in den vergangenen Jahren sporadisch immer wieder durch Überfälle auf europäische Touristen Schlagzeilen geliefert, gilt aber überwiegend als sicheres und beliebtes Reiseland.

 

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