"Rucksackbomber"
London: Terroristen müssen 40 Jahre absitzen
Die vier Al-Kaida-Anhänger waren von einer Jury am Montag für schuldig befunden, zwei Wochen nach den Anschlägen mit 52 Toten am 21. Juli 2005 eine weitere Attentatsserie im Londoner Nahverkehrssystem geplant zu haben. Gegen zwei der sechs Angeklagten wird es einen neuen Prozess geben, weil sich die Geschworenen in ihrem Fall nicht auf ein Urteil einigen konnten.
Die Männer afrikanischer Herkunft sollen Anschläge auf drei U-Bahn-Züge und einen Bus geplant haben. Allerdings explodierten die Sprengsätze nicht, niemand wurde verletzt. Alle sechs Angeklagten wiesen in dem sechs Monate dauernden Prozess die Anschuldigungen zurück. Sie erklärten, sie hätten niemanden töten, sondern nur gegen den Irak-Krieg protestieren wollen. Es sei ein Scherz gewesen.
Keine "hastigen Nachahmer" sondern "maximaler Schaden"
Der Prozess hatte vor rund sechs Monaten unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen vor dem Geschworenengericht begonnen. Die Staatsanwaltschaft hatte betont, die Täter seien keine „hastigen Nachahmer“ gewesen, sondern hätten ihre Tat schon lange vor dem 7. Juli geplant.
Nach den Ermittlungen sollten die Attacken mit sechs selbst zusammengebauten Bomben verübt werden, um zwei Wochen nach dem ersten Blutbad erneut „maximalen Schaden“ anzurichten. Die Angeklagten stammen alle aus afrikanischen Einwandererfamilien, leben aber schon lange in Großbritannien.
Bei den Anschlägen vom 7. Juli rissen vier Selbstmordattentäter 52 Menschen in den Tod, mehr als 700 wurden verletzt. Erst vor zwei Wochen schlugen drei Anschläge mit Autobomben in London und auf dem Flughafen in Glasgow fehl.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.