10.07.2007 20:47 |

Verheerende Brände

150 Rinder auf Weide in Utah verbrannt

Der größte Buschbrand in der Geschichte des US- Bundesstaates Utah ist auch fünf Tage nach Ausbruch immer noch außer Kontrolle. Erst zehn Prozent des Feuers konnten eingedämmt werden, wie die Feuerwehrbehörden von Utah am Dienstag mitteilten. Rund 120.000 Hektar Land seien von den Flammen schon zerstört worden. Nach Angaben der Zeitung "Salt Lake Tribune" verbrannten auch 150 Rinder auf einer Weide. Wie viele Menschen in den Flammen umkamen, ist nach Behördenangaben unklar.

Die Brände könnten sich zu einer Katastrophe für Viehzüchter und Bauern des US-Bundesstaates entwickeln, befürchten Behörden. Für die Landwirten gebe es bald kein Weideland mehr, sagte David Roberts, Präsident der zuständigen Landwirtschaftskammer, dem Blatt. "Das kann zu einem größeren Problem werden als die verbrannten Tiere. Bauern müssten bald für viel Geld Futter besorgen oder im schlimmsten Fall Herden verkaufen. Auf den zerstörten Weiden werde frühestens in zwei Jahren wieder Gras wachsen.

In Utah waren bereits vergangene Woche drei Männer bei der Feldarbeit einem Großbrand zum Opfer gefallen.

In der kalifornischen Sierra Nevada konnte ein großer Waldbrand zu 50 Prozent unter Kontrolle gebracht werden. Angesichts der anhaltenden Rekord-Hitzewelle in 14 westlichen US-Staaten mit Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius standen zu Wochenbeginn zahllose Hektar Land in Flammen. Mehrere Menschen sind bei den Bränden bereits ums Leben gekommen, darunter ein Hausbesitzer in South Dakota, der dem Evakuierungsaufruf der Feuerwehr nicht gefolgt war.

Der Nationalen Feuerbehörde in Boise (Idaho) zufolge wurden die meisten Feuer durch Blitzschläge ausgelöst, da das Land nach den Rekordtemperaturen ausgedörrt sei und daher höchste Brandgefahr herrsche.

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