04.07.2007 16:00 |

Vorsorge

Mutter lässt Eizellen für Tochter einfrieren

Weil ihrer kleinen Tochter wegen einer erblichen Erkrankung im Erwachsenenalter Unfruchtbarkeit droht, hat eine Kanadierin einige ihrer eigenen Eizellen einfrieren lassen. Die heute sieben Jahre alte Flavie Boivin könne mit Hilfe dieser Zellen so später einmal schwanger werden, sagte der behandelnde Gynäkologe Seang Lin Tan von der McGill Universität in Montreal am Mittwoch.

Dies sei die weltweit erste Eizellspende einer Mutter für die Tochter, führte der Mediziner aus. Es bleibe natürlich dem Mädchen und ihrem künftigen Partner überlassen, ob sie einmal auf die Zellen zurückgreife. Sollte Flavie sich dafür entscheiden, wären der daraus entstehende Nachwuchs damit gleichzeitig ihr Halbbruder beziehungsweise ihre Halbschwester.

Flavies Mutter Melanie sagte, sie habe ein Jahr lang überlegt, ob sie die Eizellen für ihre Tochter einfrieren lassen solle. Schließlich habe sie sich dafür entschieden. "Ich möchte, das meine Tochter eine Wahl hat." Den Angaben zufolge leidet die Siebenjährige am so genannten Turner-Syndrom, einer Krankheit, die ein vorzeitiges Eintreten der Wechseljahre und Unfruchtbarkeit bewirken kann.

Symbolbild