Sanfte Justiz

Steine-Werfern drohen 10 Jahre in Haft!

Keine Haftgründe sah die Welser Staatsanwaltschaft, obwohl Florian S. (21) und Martin P. (20) aus Gunskirchen aus Langeweile Steine, Kanaldeckel und Leitpflöcke von Brücken auf Autos warfen. Obwohl sie nochmals zuschlugen, nachdem sie einen Innviertler (26) fast erschlagen hatten. Jetzt werden sie angezeigt, und es drohen ihnen bis zu zehn Jahre Gefängnis!

Alleine auf den Vorwurf der vorsätzlichen Gemeingefährdung stehen ein bis zehn Jahre Haft. Dazu kommen: Verdacht der Gefährdung der körperlichen Sicherheit, Verdacht der schweren Körperverletzung und Verdacht der schweren Sachbeschädigung! Und keine Spur von Reue bei den Verdächtigen!

Der Aufmerksamkeit von Welser Polizisten ist es zu verdanken, dass das gemeingefährliche Duo aus dem Verkehr gezogen worden ist. Beamte notierten sich das Kennzeichen seines Autos - geparkt war es in der Nähe der Welser Brücke, von der Robert Feichtenschlager (26) aus Treubach „bombardiert“ und fast erschlagen worden war. Beim Verhör konnten die Gunskirchner keinen vernünftigen Grund nennen, warum sie um Mitternacht hier herumlungerten. „Schließlich gestanden sie, vor einigen Tagen und auch in der Nacht zum 2. Juli Gegenstände auf die Autobahn geworfen zu haben“, sagt der Welser Vize-Polizeichef Josef Hanl. Auch eine Gartenbank soll einmal auf einem Auto gelandet sein - zum Glück nur Sachschaden. Und eineinhalb Stunden, nachdem sie einen  5-Kilo-Betonbrocken auf den Wagen von Robert Feichtenschlager geworfen und den Lenker verletzt hatten, schmissen sie Granitsteine auf die A 8 - einige Autos fuhren drüber, drei sind beschädigt.

Zeugen, Geschädigte und Autofahrer, die einem Hindernis ausweichen konnten, sollen sich bei der Polizei Wels melden: Tel: 0 59 133/41 90-333.

 

 

Foto: Ernst Vitzthum

Freitag, 14. Mai 2021
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