Deutschland
Arzt muss Unterhalt für Baby zahlen
„Sie hätte ja auch mal den Beipackzettel lesen können“, versuchte der Arzt die Schuld auf die unfreiwillige Mutter abzuwälzen, die den Mediziner geklagt hatte. Doch der Richter gab der Frau zu höchstens 25 Prozent Mitschuld an der Schwangerschaft.
Finanzielle Schwierigkeiten
Der Arzt wusste, dass sich das Paar finanziell kein Baby leisten konnte. Deshalb ging die Frau auch schon jahrelang zu ihm und ließ sich die Anti-Baby-Pille verschreiben. Als aber das bisher gewohnte Präparat vom Markt genommen wurde, verwechselte der Arzt die Namen zweier Medikamente und verschrieb der Frau ein Hormonersatz-Mittel.
Als die Frau eine gesunde Tochter zur Welt brachte, verlangte sie vom behandelnden Arzt eine Unterhaltszahlung, um die Familie über die Runden zu bekommen. Der Richter am Oberlandesgericht Celle gab der Frau Recht, da sie als Laie anhand des Beipackzettels nicht einwandfrei entnehmen könne, das das verschriebene Medikament kein Verhütungsmittel sei.
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