25.06.2007 16:28 |

Entlarvt Cheater

Intel entwickelt Anti-Cheat-Chip

Dem ambitionierten Spieler sind sie ein Dorn im Auge, dem Neuling eine willkommene Hilfestellung: Cheats, mit denen sich ein Nutzer in Videospielen Vorteile verschaffen kann. Halbleiterhersteller Intel möchte dem Schummeln beim Spielen nun mit einem eigens entwickelten Chip zu Leibe rücken.

Der von Intel entwickelte und erstmals im Rahmen der "Research@Intel Days" im kalifornischen Santa Clara vorgestellte Chip registriert die Eingaben, die von Maus, Tastatur oder anderen Interfaces kommen und vergleicht sie mit dem Geschehen am virtuellen Spielfeld. Weichen die Befehle des Spielers von den Aktionen im Spiel ab, so kann darauf geschlossen werden, dass noch zusätzliche, unerlaubte Hilfsmittel in das Spiel eingreifen. 

Derzeit wird in Spielen vor allem Software eingesetzt, die Cheats erkennen und die betreffenden Spieler entlarven soll. "Bei Online-Multiplayerspielen wird oft die Software 'Punkbuster' eingesetzt. Das Programm wird mit dem Spiel mitinstalliert und unterbindet das Cheaten sehr gut", sagt Hannes Linsbauer, Herausgeber des österreichischen Spielemagazins Gamers.at.

"Cheaten bei Videospielen ist wie Doping im Sport und wird daher von der überwiegenden Mehrheit der Gamer geächtet." Zudem ist es bedeutend schwerer geworden, Cheats unerkannt einzusetzen. "Man muss sich schon sehr gut auskennen", meint Linsbauer. Bei Game-Turnieren sorgen zudem Schiedsrichter für die strenge Einhaltung der Fairness.

Gerade bei reinen Multiplayer- sowie Onlinespielen und im E-Sport liegt es auch stark im Interesse des Spielentwicklers, Cheats so gut wie möglich zu unterbinden. Gelingt dies nicht, leidet der Spielspaß der fairen Mitspieler und damit oft auch der kommerzielle Erfolg des Spiels. Hersteller greifen mitunter zu drastischen Mitteln wie Sperre oder Löschung der Benutzerkonten. (pte)

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