19.06.2007 14:36 |

Jagatee-Triumph

EU gibt nach: Der Jagatee bleibt unser!

Österreichs Jagatee bleibt geschützt! Das Europaparlament nahm am Dienstag in Straßburg mit großer Mehrheit eine entsprechende Neufassung der EU-Spirituosen-Verordnung an. Zwar ist noch formal der Beschluss des Rates ausständig, doch gab es bereits im Vorfeld Einigkeit, dass man die Verordnung annehmen wird. Außerdem sieht die Spirituosen-Verordnung eine Art Reinheitsgebot für Wodka vor. In Zukunft muss „reiner“ Wodka klar gekennzeichnet sein.

Für die Alpenrepublik bleiben die im Beitrittsvertrag verankerten Bezeichnungen „Jagatee“, „Jagertee“ und „Jägertee“ weiter österreichischen Produzenten vorbehalten. Ähnliche Produkte in Bayern dürfen dann nur mehr als „Hüttentee“ verkauft werden.

Erfreut zeigten sich die österreichischen EU-Abgeordnete. Karin Scheele von der SPÖ sprach sogar von der „Rettung“ des Jagatees. Da es keine Einwände des Rates mehr gebe, könne auf einer der nächsten Ratssitzungen der endgültige Beschluss fallen. Othmar Karas von der ÖVP betonte, es sei nie in Frage gestanden, dass „man uns den Jagatee wegnehmen“ würde, sondern nur, ob auch andere Staaten diese Bezeichnung verwenden dürfen.

Wodka ist nur mehr Wodka wenn er Wodka ist
„Wodka“ darf auf dem Etikett nur mehr dann stehen, wenn zur Herstellung Getreide und Erdäpfel verwendet werden. Bei allen anderen Produktionsarten muss neben der Etikettierung „Wodka“ auch stehen, welche Zusätze enthalten sind. Wenn der Wodka aus Weintrauben hergestellt wurde, muss dies auch auf dem Etikett unter der Bezeichnung stehen, wobei die Schriftgröße für den Durchschnittsbürger lesbar sein muss.

Montag, 17. Mai 2021
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