Zwischenfall in Rom

Deutscher wollte auf Papamobil springen

Ausland
06.06.2007 22:08
Ein 27-jähriger Deutscher hat am Mittwoch während der wöchentlichen Generalaudienz des Papstes in Rom versucht, in das Fahrzeug von Benedikt XVI. zu springen. Wie der Vatikan mitteilte, handelt es sich um eine Person mit psychischen Problemen. Er wollte die Aufmerksamkeit auf sich lenken und dem Papst nicht schaden, hieß es.

Der Mann wurde nach seiner Festnahme mehrere Stunden lang von dem vatikanischen Richter Marrone vernommen. Danach wurde er in ein Spital eingeliefert, dessen Adresse nicht bekannt gegeben wurde.

Der Papst drängte in seiner anschließenden Rede die reichsten Industrienationen der Welt anlässlich des heutigen Auftakts zum G8- Gipfel in Heiligendamm abermals dazu, ihre Hilfszusagen an Not leidende Länder einzuhalten. "Die Versprechungen, die Entwicklungshilfe für die ärmsten Bevölkerungen, vor allem in Afrika, zu erhöhen, dürfen nicht vernachlässigt werden", sagte der Papst bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz vor 40.000 Menschen.

Dabei erinnerte der Papst an seinen Briefwechsel mit der deutschen Bundeskanzlerin Merkel vom vergangenen Dezember, wobei er ihr im Namen der katholischen Kirche für die Entscheidung dankte, das Thema Armut unter besonderer Berücksichtigung Afrikas auf der Tagesordnung zu halten.

Bildung sei die Basis für nachhaltige Entwicklung, erinnerte Papst Benedikt in seiner Botschaft. Nicht umsonst laute das zweite große Millenniumsziel "Schulbildung für alle". Bis 2015 solle sichergestellt sein, dass jeder Bub und jedes Mädchen eine abgeschlossene Grundschulbildung durchläuft. "Das ist integraler Bestandteil des Erreichens aller anderen Millenniumsziele und der Ausgangspunkt für selbstständige und nachhaltige Entwicklungsprozesse", so der Papst.

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