Tröstende Worte
Kampusch-Mutter schreibt Madeleines Eltern
"Auch ich erlebte unendliche Stunden der Verzweiflung. Stunden, in denen ich mir immer wieder diese Fragen stellte: Warum? Warum ausgerechnet mein Kind? Wer tut so etwas? Wer entführt ein wehrloses Kind? ... Hätte ich es verhindern können, habe ich wenige Minuten versagt, die meiner Tochter Jahre ihres Lebens kosteten?", lauten einige Zitate aus dem Brief, der in einer deutschen Zeitung veröffentlicht wurde.
Sie wisse, wie viel Kraft es brauche, sich der Öffentlichkeit zu stellen, schreibt Sirny. Doch es sei richtig und wichtig, "denn das Schlimmste, das einem entführten Kind passieren kann, ist das Vergessen...".
Madeleines Eltern haben unterdessen auch die Spanier um Hilfe bei der Suche nach ihrer Tochter gebeten. Es sei nicht auszuschließen, dass das vierjährige Mädchen Opfer einer auf der gesamten Iberischen Halbinsel tätigen organisierten Bande geworden sei, sagten die McCanns am Freitag in Madrid.
Unterdessen fand die portugiesische Polizei nach Angaben der Zeitung "24 Horas" die DNA einer "mysteriösen sechsten Person" in dem Zimmer, aus dem Madeleine am 3. Mai entführt wurde. Das Genmaterial, das mit keinem der McCanns und auch nicht mit dem einzigen bisher genannten Verdächtigen übereinstimme, sei einem forensischen Labor übergeben worden. Madeleine hatte mit ihren Zwillingsgeschwistern in dem Zimmer in der Ferienanlage geschlafen, während ihre Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant zu Abend aßen.
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