Neue Freiheit

EU-Arbeiter in der Schweiz willkommen

Ausland
01.06.2007 10:26
Die Schweiz öffnet ihren Arbeitsmarkt gegenüber der Mehrheit der EU-Länder. Ab Freitag können sich Erwerbstätige aus den 15 alten EU- und den EFTA-Staaten sowie Malta und Zypern frei in der Schweiz niederlassen. Die bisherigen Kontingente werden aufgehoben.
In der ersten Phase nach Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens mit der EU vor fünf Jahren war die Einwanderung von so genannten "Daueraufenthaltern" auf 15.000 pro Jahr begrenzt. Diese Kontingente wurden immer restlos ausgeschöpft. Die Behörden gehen deshalb davon aus, dass sich die Zuwanderung mit dem Wegfall der Kontingente verstärken wird. Gleichzeitig wird damit gerechnet, dass ein Teil der ansässigen Ausländer ihren Status in Daueraufenthalter ändert.


Laut Serge Gaillard, Chef der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft, dürfte sich die Erweiterung der Personenfreizügigkeit positiv auf die Konjunktur auswirken: Auf Grund der guten Konjunktur werden zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht, die zugleich zum Wirtschaftswachstum beitragen. Die Gewerkschaften sehen in der Personenfreizügigkeit aber auch Probleme. So wird erwartet, dass der Druck auf die Löhne steigt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund befürchtet, dass der Konkurrenzdruck vor allem für schlecht ausgebildete Arbeitskräfte wächst.


Notbremse vorgesehen
Sollte die Zuwanderung künftig mehr als 10 Prozent über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre liegen, wäre die Schweiz berechtigt, ab 1. Juni 2008 wieder Kontingente einzuführen.
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