US-Plan

Bush forciert milderen Klimaschutz-Plan

Ausland
01.06.2007 10:03
Nach Japan und Großbritannien hat auch Australien den Vorschlag von US-Präsident Bush zum Klimaschutz begrüßt, wonach sich die 15 größten Verursacher von Treibhausgasen im kommenden Jahr auf gemeinsame Ziele verständigen sollen. Umweltminister Turnbull nannte Bushs Vorstoß einen "praktischen Fahrplan", um die klimaschädlichen Gase auf sehr praktische Weise zu reduzieren.
Australien hat wie die USA das Klimaabkommen von Kyoto nicht ratifiziert. In einer von der australischen Regierung in Auftrag gegebenen Studie, die am Freitag vorgestellt wurde, wird diese aber aufgefordert, nicht zu warten, bis ein weltweites Klimaabkommen erzielt wurde.


Wenn Australien schnell handle, dann überwiege der Nutzen auch die Kosten, erklärte die Kommission von zwölf Wirtschafts- und Verwaltungsexperten, die die Studie in den vergangenen fünf Monaten erarbeitete.


Barroso fordert mehr Ehrgeiz

EU-Kommissionspräsident Barroso hatte die Klimainitiative von US- Präsident Bush kritisiert. "Es ist klar, dass wir eine ehrgeizigere Position der USA brauchen", sagte Barroso der "Financial Times Deutschland". "Die USA setzen sehr auf Marktmechanismen beim Kampf gegen den Klimawandel."


Angesichts dieser Haltung der USA rechnet auch Barroso nicht mehr mit einer Einigung auf konkrete Klimaschutzvorgaben auf dem G-8-Gipfel im deutschen Ostseebad Heiligendamm.
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