Waldheim wird wegen eines „fieberhaften Infekts“ auf der Abteilung für Innere Medizin behandelt. Da er zu wenig getrunken hatte, habe es auch Probleme mit dem Kreislauf gegeben. Eine künstliche Beatmung sei aber zu keiner Zeit nötig gewesen.
Die von den Ärzten eingeleitete Flüssigkeitstherapie und der Ausgleich des Salzhaushaltes hätten dem prominenten Patienten gut getan. Die Ärzte seien mit der medizinischen Entwicklung „sehr zufrieden“, sagte AKH-Chef Krepler.
Fischer bei Waldheim
Bundespräsident Fischer besuchte Waldheim, der von 1986 bis 1992 Staatsoberhaupt war, am Mittwoch im AKH. Fischer habe Waldheim um 9.00 Uhr früh gerade beim Frühstück angetroffen, sie haben etwa zehn Minuten miteinander gesprochen. Der 88-Jährige habe sich über den Besuch „sehr gefreut“ und „gelacht“, so Krepler. Er betonte, dass es dem Alt-Bundespräsidenten schon deutlich besser gehe.
Dass Waldheim nach wie vor in einem Einzelzimmer auf der Intensivstation behandelt wird, begründete der AKH-Chef damit, dass hier eine engmaschigere Betreuung möglich sei. Auf eine Normalpflegestation werde er erst dann verlegt werden, wenn es ihm wirklich ganz gut gehe.
Möglich wäre es auch, ihn direkt von der Intensivstation nach Hause zu entlassen. Wie lange der Alt-Bundespräsident noch im Spital bleiben wird müssen, konnte Krepler nicht abschätzen.
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