Einschüchterung

Abgetrennter Kopf von Lokalpolitiker gefunden

Ausland
28.05.2007 12:41
Unbekannte Kriminelle haben am Samstag in Mexiko den Kopf eines getöteten Lokalpolitikers vor dem Gebäude der Zeitung "Tabasco Hoy" (Tabasco Heute) abgelegt. Die Führung der Zeitung in der Stadt Villahermosa im südlichen Bundesstaat Tabasco wertete dies als einen Akt der Einschüchterung und forderte Präsident Felipe Calderón auf, die Sicherheit der Zeitung und ihrer Mitarbeiter zu garantieren.

Bei dem Toten in Tabasco handelt es sich um den Delegierten einer kleinen Ortschaft in Tabasco, der am Freitag entführt worden war. Sein Körper wurde am Samstag auf einer Müllhalde nach der Stadt Villahermosa mit der schriftlichen Botschaft: "Weil ich einen anonymen Anruf gemacht habe, haben sie das mit mir gemacht." 

Vor wenigen Tagen hatte bereits die nordmexikanische Lokalzeitung "Cambio Sonora" (siehe Foto) nach zwei gegen sie gerichteten Anschlägen ihr Erscheinen vorübergehend eingestellt.

In Mexiko sind seit Anfang des Jahres täglich rund zehn Menschen getötet worden. Präsident Calderon hat den Drogenkartellen den Krieg erklärt und mehr als 20.000 Soldaten in den Kampf in die besonders betroffenen Gebiete geschickt.

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