Weniger Tafeln

Schilderwald soll gelichtet und vereinfacht w erden

Verbote, Gebote, Wegweiser - statistisch gesehen steht in der Stadt Linz alle 25 Meter ein Verkehrszeichen. Mit diesem Schilderwald, der die Stadt verschandelt, will Planungsstadtrat Klaus Luger nun aufräumen: Die „blaue Linie“ soll Kurzparkzonen auch ohne zusätzliche Beschilderung kennzeichnen, und auch die Zahl der grünen Hinweisschilder will er halbieren.

Exakt 24.211 Verkehrsschilder stehen entlang des 570 Kilometer langen Linzer Straßennetzes. Ein besonderes Problem dabei sind die Kurzparkzonen, bei denen derzeit ein blauer Strich am Fahrbahnrand allein nicht ausreicht - sie müssen auch mit Verkehrsschildern extra gekennzeichnet sein. Da diese Zonen immer wieder durch Dauerparkbereiche unterbrochen sind, gibt es entsprechend viele Anfang- und Endeschilder…

„Das ist keine Zierde für die Stadt“, meint Klaus Luger, der in der nächsten Gemeinderatssitzung beantragen will, bei einer Novellierung der Straßenverkehrsordnung die „blaue Linie“ als Alternative zur Beschilderung aufzunehmen. Weiters könnten jene Schilder eingespart werden, die das Ende eines Halteverbots anzeigen, wenn darauf ein Parkverbot folgt.

Ein weiteres Problem sind die grünen Hinweisschilder für Gewerbebetriebe sowie städtische und touristische Einrichtungen. „Es wurde bereits ein Konzept präsentiert, dass diese Wegweiser auf nur noch 600 Schilder an 250 Standorten halbiert werden“, so Luger, und weiter: „Eine solche Vereinfachung soll dabei dem Tourismus genauso nützen wie Kultureinrichtungen und Wirtschaftstreibenden.“ Zudem würde das auch die gefährliche Reizüberflutung für Fahrzeuglenker mindern.

 

 

 

Foto: Markus Wenzel

Mittwoch, 16. Juni 2021
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