3000-Seiten-Akt

Linzer Politiker muss mit Anklage rechnen

Oberösterreich
12.05.2007 20:00
Schwerwiegend ist der 3000-seitige 6-Bände-Akt, den die Linzer Oberstaatsanwaltschaft ins Wiener Justizministerium schickte: Dort wird nun acht Wochen lang gelesen und - abgewogen, ob der Linzer ÖVP-Landtagsabgeordnete Otto Gumpinger des Betrugs, der Schlepperei und der Passfälschung angeklagt wird.

Nun haben hohe Beamte und das Kabinett diesen dicken Akt zu studieren, diesen Verdacht zu prüfen und einen Vorschlag zu machen, ob die rote Perger Ministerin Maria Berger grünes Licht geben soll: Ob der schwarze Linzer Mandatar angeklagt oder das Verfahren eingestellt wird. 

Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Vereinsobmann der „Landlerhilfe“ ist von seiner moldawischen „Reiseleiterin“ fünf Mal übereinstimmend beschuldigt worden: Ihre Landsleute hätten ihrer Schlepperbande für jedes One-Way-Ticket in den goldenen Westen 3200 Euro bezahlen müssen - davon je 450 € für die Einladungen Gumpingers (50). Der Politiker hätte auch 23.424 € selbst behalten, die das Gericht seinen Gästen zugesprochen hatte. Und obendrein Pass-Stempel, also Beweismittel, gefälscht. Wenn die Suppe nicht zu dünn ist, geht´s insgesamt um fünf Jahre Höchststrafe. 

 

 

 

Foto: ÖVP

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