Oh, wie niedlich

Everybody’s Tennis

Spiele
14.05.2007 11:28
Ein Thomas Muster, der Österreichs Nation zu begeisternden Tennisfans mutieren ließ, bei der jeder über Stops, Lobs, Vorhand-Topspin und die unglaubliche Kondition gepaart mit Willenstärke mitdiskutieren konnte, ist derzeit leider nicht in Sicht. Somit ist der Tennissport hierzulande wieder etwas in den Hintergrund getreten, wobei so eine Partie Tennis doch viel Spaß, mitunter auch Ärger über gar arg misslungene Schläge, verspricht. "Everbody's Tennis" will die Lust auf den vormals weißen Sport mit einer einfachen Handhabung und zeitgemäßen Aufmachung wieder wecken.

Beim Einstieg wird schnell klar, wo die Entwickler dieses Tennisspiels sitzen. Denn die an Mangas orientierten Figuren, klein mit großen Kulleraugen, deuten daraufhin, dass diese wohl in Japan beheimatet sein müssen. Dort, so hört man, ist die "Everbody's"-Serie, es gibt bereits ein Golfspiel mit diesem Namen (siehe Infobox), durchaus populär. Für den europäischen Geschmack erscheint die grafische Gestaltungsrichtung doch ein wenig exotisch.

Abseits des Grafikstils, der technisch sauber in Szene gesetzt wurde, hämmern fetzige Techno-Beats aus den Boxen, die auf Dauer jedoch an den Nerven zu nagen beginnen, wobei dies auch an der überaus miesen deutschen Synchronisation liegen könnte.

Als Einsteiger kann man sich im Trainingsmodus zuerst einmal mit der Steuerung vertraut machen, wobei hier sofort klar ersichtlich ist, dass das Spiel keine Simulation sein will, sondern voll und ganz auf Arcade-Elemente setzt. Dafür benötigt man keine lange Einarbeitungszeit, sondern kann eigentlich sofort loslegen. 

Dementsprechend limitiert ist das Schlagrepertoire, welches aus einem Standardschlag, Lob und Stop besteht. Je nachdem wo sich die Spielfigur während des Schlagzeitpunktes befindet, können die Bälle auf dem Platz verteilt werden. Ob der Zeitpunkt perfekt war, wird durch comicartige Symbole verdeutlich. Ist man etwa zu spät dran, wird eine kleine grüne Schildkröte eingeblendet, oder ein Hase, wenn man zu früh auf den Ball geschlagen hat.

Neben einer Art Exhibtion steht noch der Herausforderungsmodus zur Verfügung. Bei diesem tritt man als Amateurspieler gegen immer stärker werdende Gegner an, wobei neben Einzel- auch Doppelspiele gewonnen werden müssen. Nach jedem Sieg erhält man entweder einen neuen Spieler, Schiedsrichter oder ein zusätzlicher Tennisplatz wird freigeschaltet. Zusätzlich steigt man nach und nach, Liga für Liga, auf, um schlussendlich der vielumjubelte Superstar zu sein.

Aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrades und der nicht gerade berauschenden KI der Gegner ist dieses Ziel relativ rasch erreicht und die Motivation weiterzuspielen von dannen. Mehr Spaß machen da schon Spiele gegen menschliche Gegner, die allerdings leider nicht online ausgetragen werden können.

Fazit: "Everybody's Tennis ist aufgrund des Comicstils sicherlich für Europäer recht gewöhnungsbedürftig. Tennisfans werden mit "Virtua Tennis" eher glücklich werden. Gelegenheitsspieler sollten sicherheitshalber vorab einen Blick riskieren, ob sie sich mit diesem Arcade-Titel anfreunden können.

Plattform: PS2
Publisher:  Sony
Krone.at-Wertung: 74%

von Harald Kaplan

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Spiele
14.05.2007 11:28
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
krone.at
krone.at
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung