Rache nach Streit
Konzernchef entführte und misshandelte Mitarbeiter
Kim Sung Youn, der zu den zehn reichsten Südkoreanern zählt, habe bei der Befragung durch einen Ermittlungsrichter bereits einige der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen zugegeben.
Der Unternehmenschef soll im März zusammen mit seinen Bodyguards Angestellte einer Bar in Seoul entführt und misshandelt haben, weil diese angeblich einen seiner Söhne bei einem Streit verletzt hatten. Das Bezirksgericht in Seoul habe die Ausstellung des Haftbefehls für Kim und seinen Sicherheitschef mit der möglichen Vernichtung von Beweismaterial begründet, berichtete Yonhap weiter. Kim habe versucht, Mittäter und Zeugen zu beeinflussen.
Nach der Befragung entschuldigte sich Kim den Angaben nach dafür, "wegen persönlicher Angelegenheiten Ärger verursacht zu haben". "Ich hoffe, kein Vater wird so dumm handeln wie ich." Die Medien des Landes beschäftigen sich seit Wochen intensiv mit dem Fall. Die Vorsitzenden großer koreanischer Konzerne, die noch von einer Familie kontrolliert werden, verfügen über große wirtschaftliche Macht und teilweise auch über politischen Einfluss.
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