Nur SP dagegen

3:1 für Börsegang der Energie AG

Drei Stunden - mehr als doppelt so lange wie ursprünglich geplant - verhandelten am Donnerstag die Obmänner und Klubchefs aller vier Landtagsparteien über den von der VP angestrebten Börsegang der Energie AG. Grüne und FP wurden überzeugt, nicht aber die SP, die in der Privatisierung von mehr als 40 Prozent des Landes-Energieunternehmens einen Ausverkauf ans Ausland sieht.

Aufgegeben hat SP-Chef und Landesvize Erich Haider trotz des 3:1 für den Börsegang noch nicht: „LH Josef Pühringer hat angeboten, noch bis Ende Mai weitere Gespräche zu führen. Dieses Angebot werde ich nutzen und hoffe, VP und Grüne doch noch zu überzeugen.“ Gelingt das nicht, will Haider die beim SP-Parteitag angedrohte Unterschriftensammlung für eine Volksbefragung starten.

Zeit dafür gäbe es: Der Börsegang dauert nach Angaben von Energie AG-Chef Leo Windtner fünf bis sieben Monate, das Frühjahr 2008 sei aber immer noch ein günstiger Termin.

Von der Parteienmehrheit geplant ist der Verkauf von mehr als 40 Prozent des Unternehmens, wobei laut Aktienrecht 20 bis 25 Prozent für den Streubesitz angeboten werden müssen. Beim Erstzuschlag können Investoren aus Oberösterreich bevorzugt werden. Die Entscheidungsgewalt bleibt mit 51 Prozent beim Land. Der SP reicht das nicht. Sie warnt, dass auch Minderheitsaktionäre Mitspracherechte haben.

 

 

 

Foto: rubra

Sonntag, 13. Juni 2021
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