Stromausfall in Linz

Mega-Stau nach 15-minütigem Blackout

Plötzlich „streikten“ alle Ampeln und Radiowecker… Gestern, 7.37 Uhr, fiel im Zentrum bei rund 5000 Haushalten der Strom für 15 Minuten aus. Grund war ein 110/30-Kilovolt-Hochspannungstrafo im Fernheizkraftwerk Linz-Mitte, bei dem ein Schutzmechanismus anschlug, der deshalb den „Dienst verweigerte“.

Da wird wohl manch´ einer gedacht haben: „Geh´ ich halt wieder ins Bett…“ „Ein Hochspannungstrafo hat mehrere Schutzvorrichtungen. Wenn eine anschlägt, fährt er die Leistung runter“, erklärt Helmut Kroiß von der Linz AG, warum gestern 15 Minuten Ampeln & Co. streikten. Und so für einen Mega-Stau, der sich erst nach rund einer Stunde wieder auflöste, sorgte. Gibt’s  keine Absicherung, etwa einen zweiten Trafo? „Doch“, sagt mit Walter Vetr der Leiter der Netzzentrale, und erklärt: „Aber den kann man nicht sofort mit voller Leistung einschalten, sonst vergrößert man vielleicht den Schaden.“

Wobei - was genau der Auslöser für den Defekt am Trafo und damit der Grund für den Ausfall war, konnte bislang nicht einwandfrei geklärt werden. „So ein Ausfall kommt höchstens alle fünf bis zehn Jahre vor“, weiß Vetr der auch einen Blackout wie jenen vom 4. November 06, als aufgrund von Störungen im deutschen Stromnetz rund 10 Millionen Haushalte von Frankreich bis Österreich ohne Strom waren, auch bei uns für möglich hält: „Ausschließen kann man das nicht. Durch eine Kettenreaktion kann´s schnell gehen.“

 

 

 

Foto: Krone

Samstag, 15. Mai 2021
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