Jets'n'Guns Gold
Das recht klassisch gehaltene Shoot'em Up versetzt den Spieler in eine düstere Zukunft, in der es einfach alles zu pulverisieren gilt, was von rechts kommend in den Bildschirm drängt. Verpackt wird das Geschehen in eine nette Story, die in kleinen Comicgrafiken zwischen den Missionen erzählt wird.
Für jeden Abschuss, der meist eine farbenfrohe Explosion mit sich bringt, gibt es Punkte, mit denen der Spieler sein altes Raumschiff upgraden oder auch gleich gegen einen neuen Flitzer tauschen kann. Beim Upgrade kann der Spieler nicht nur auf neue Waffensysteme wie Laserkanonen oder Bomben, sondern auch auf diverse, passive Gadgets zurückgreifen.
Besonders erwähnenswert ist die Grafik, die vor allem durch Detailverliebtheit punkten kann und den Monitor in ein einziges Feuerwerk verwandelt. Abzüge gibt es leider für den doch recht fordernden Schwierigkeitsgrad. Nachteil: Bei einem Absturz beginnt man wieder von vorn.
Air Strike II - Gulf Thunder
Ganz anders hingegen "Air Strike II - Gulf Thunder", bei dem man nach einem Absturz - vorausgesetzt man hat genügend Bonus-Leben eingesammelt - an der gleichen Stelle fortfahren kann. Im Gegenzug muss der Spieler bei diesem Hubschrauber-Geballer im Irak auf eine wirkliche Story verzichten.
Das fällt allerdings nicht weiter schwer, sorgt die einfache Aufforderung, alles vom Feind zu säubern, doch bereits für ausreichend Spielspaß. Wie bei "Jets'n'Guns" kann der Spieler auf ein umfangreiches Waffenarsenal (von einfachen MGs über Schallwellen bis zur Atombombe) zurückgreifen, welches allerdings in jedem Level neu erspielt werden muss und somit nicht dauerhaft ausrüstbar ist.
Hat der Spieler während der Level ausreichend Geld gesammelt, werden automatisch neue Helis freigeschaltet. Vor Missionsbeginn kann dann zwischen den Fluggeräten, die sich in Sachen Geschwindigkeit und Panzerung unterscheiden, frei gewählt werden.
Wie "Jets'n'Guns" glänzt auch "Gulf Thunder" durch opulente Grafik und gewaltige Explosionen sowie eine fast vollständig zerstörbare Umgebung. Insgesamt sieht "Gulf Thunder" jedoch einen Tick besser und auch zeitgemäßer aus und ist somit das schönste der drei Spiele.
War On Folvos
Die wohl simpelste Grafik steckt im rundenbasierten Strategiespiel "War On Folvos", welches stark an die alten "Battle Isle"-Spiele erinnert. Auf dem Planeten Folvos entbrennt ein heftiger Kampf um ein seltenes Material. Der Spieler kann dabei entweder in die Rolle der einfallenden vasgalnischen Truppen schlüpfen, oder mit den auf dem Planeten beheimateten Rebellen alles daran setzen, Folvos zu verteidigen.
Zu diesem Zweck rückt der Spieler Zug um Zug mit seinen Truppen vor, wobei sich jeder Zug in zwei Aktionen teilt. Der Spieler muss sich also entscheiden, ob er nur schnell vorpreschen möchte, lieber einen Angriff startet oder die Zeit nutzt, um sich von einem Versorgungsfahrzeug reparieren oder mit Munition aufrüsten zu lassen.
Für weiteren strategischen Tiefgang sorgt die Tatsache, dass jeder Untergrund andere Verteidigungs-Boni mit sich bringt: Auf weitem Feld ist man angreifenden Truppen hilflos ausgeliefert, in Städten oder Wäldern verschanzt, steigen die Chancen, selbst einer Überzahl zu trotzen.
Obwohl die unterschiedlichen Einheiten - Fußvolk, Panzer, Artillerie, Aufklärungsflugzeuge, etc. - recht nett animiert sind, wirkt "War On Folvos" ein wenig altbacken und kann in punkto Action nicht mit den beiden Shootern mithalten. Zudem kam es im Test immer wieder zu kleineren Bugs, die Einheiten beispielsweise plötzlich unsichtbar werden ließen.
Fazit: Abstriche muss man bei allen drei Titeln machen, dennoch bekommt man für einen Kaufpreis von 15-20 Euro jede Menge Spielspaß geboten. Action-Fans werden mit "Gulf Thunder" ihre reinste Freude haben, "War On Folvos" richtet sich hingegen an die denkende Fraktion. "Jets'n'Guns" präsentiert sich schließlich als actionlastiger Shooter, der zudem noch ein wenig Tiefgang zu bieten hat.
Plattform: PC
Publisher: Toro-Publishing
Krone.at-Wertung:
Gulf Thunder 79%
Jets'n'Guns 76%
War On Folvos 72%
von Sebastian Räuchle
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