So viel zur nicht mehr ganz neuen Geschichte getreu dem Motto „Einer gegen alle“. Der Spieler greift bei diesem klassischen Shooter in das Geschehen ein, sobald Jack in die Unterwasserstation geflüchtet ist.
Anfangs schleicht man, nur mit einem Messer bewaffnet, durch die engen, teils klaustrophobischen Gänge. Doch schon bald, nachdem die ersten Gegner erledigt sind, kommt man in den Besitz einer Pistole, welche die Sache schon etwas leichter macht. Im weiteren Verlauf stehen die typischen Waffen wie Sturmgewehr, Granaten und ähnliches zur Verfügung.
Da die Areale nicht sehr verzweigt sind, besteht keine Gefahr sich in den einzelnen Levels zu verirren, wobei diese Beschränkung der Bewegungsfreiheit die Spielatmosphäre etwas trübt.
Die Grafik darf als gelungen bezeichnet werden, denn man hat meist wirklich das Gefühl, tief unter dem Meeresspiegel gefangen zu sein. So wird etwa bei einer Explosion die Außenhülle der Station beschädigt, Wasser dringt ein und man muss plötzlich tauchend wieder einen Weg ins Trockene finden. Diese, leider zu selten auftretenden plötzlichen Wendungen, sind einerseits gut in Szene gesetzt und andererseits bringen sie etwas Abwechslung ins ansonsten öde Spielgeschehen, denn außer wild drauf los Ballern ist keine Fähigkeit gefragt.
Die dümmlich agierende KI, falls dem Verhalten der Gegner überhaupt ein intelligentes Verhalten zugeschrieben werden darf, trägt nicht gerade zum Spielspass bei. Die Terroristen stürmen nämlich grundsätzlich heran ohne je Deckung zu nehmen und geben so immer ein hervorragendes Ziel ab.
Bei den Soundeffekten wurde leider auch etwas geschlampt, denn die tödlich getroffenen Schurken schreien immer „Mist“ bevor sie zusammenbrechen, was doch etwas seltsam anmutet.
Zu guter Letzt noch das größte Ärgernis von Red Ocean: Nach der Installation auf einem Standard XP Home System ließ es sich einfach nicht Starten. Nach dem Doppelklick auf das Icon passierte nichts. Im Forum zum Spiel fanden sich dann auch einige andere Spieler, die über das gleiche Problem klagten. Dort war dann auch eine Lösung zu finden, es trotzdem zum Starten zu bewegen. Dazu muss der Windows 2000 Kompatibilitätsmodus aktiviert werden. Bei einem kommerziellen Spiel darf so ein Lapsus nicht passieren.
Fazit: Nette Grafik allein macht aus einem Spiel noch lange kein gutes. Der Shooter spielt sich öde, die Gegner sind nur Kanonenfutter und die Motivation weiterzuspielen sackt schnell in den Keller. Zudem sorgen technische Probleme, die den Start des Spiels verhindern können, für zusätzlichen Ärger.
Plattform: PC
Publisher: DTP
Krone.at-Wertung: 48%
Von Harald Kaplan
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