Viel zu lange musste man auf das neue, reguläre Blur-Album warten. Und just als die Aufnahmearbeiten begonnen hatten, trennte sich Gitarrist Graham Coxon von der Band. Das dürfte aber nicht unbedingt zum Schaden von Blur gewesen sein.
Denn mit "Think Tank" legen Damon Albarn unddie verbliebenen zwei Bandmitglieder eines der untypischsten Britpop-Albenaller Zeiten vor. Eigentlich geht der Stilwandel schon so weit,dass man ja gar nicht mehr von "Britpop" reden darf.
Nach dem Abgang von Coxon stand man also ohne Gitarristenda. Was tun? Ganz einfach: lassen wir die Gitarren doch weg! Nun,ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber der Abgang vonCoxon dürfte entgegen aller Befürchtungen nicht zu einemkreativen Loch geführt haben. Ganz im Gegenteil: MastermindAlbarn nahm sich seine Erfahrungen mit den "Gorillaz" und diversenWorld Music Projekten zu Herzen und komponierte drauf los, wasdas Zeug hält. Die Gitarrenpausen werden jetzt mit verdrehtenBeats, spanisch-angehauchten Passagen, marokkanischen Streichernoder auch einfach Funk/Beat-Einflüssen aufgefüllt. Undwenn man glaubt, die Gitarren sind ganz weg, fährt einemplötzlich das punkige "We've got a file on you" ins Gesicht.Ein Album das viele Fans garantiert überraschen wird undBlur in der Musik-Geschichte wohl ein paar Plätze aufwärtsbringen wird. Blur haben mit "Think Tank" Mut bewiesen und sinddamit nicht gescheitert!
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