27.04.2007 07:10 |

Teurer Atelier-Mist

"Müll" des Malers Francis Bacon bringt 1 Mio. Pfund

1978 hat Elektriker Mac Robertson nach Arbeiten in Francis Bacons Londoner Atelier drei Müllsäcke mit kleinen Bildern und Objekten mitgenommen: Der weltberühmte englische Künstler erlaubte es, weil er die Werke ausgemistet hatte und wegwerfen wollte.

Jetzt ließ der Handwerker die 45 geretteten Werke in der Grafschaft Surrey versteigern - und bekam rund eine Million Pfund (umgerechnet 1,4 Millionen Euro) für den "Mist".

Das teuerste Stück, wahrscheinlich ein Porträt von Bacons Kollegen Lucian Freud, brachte allein 600.000 Euro, ein auf 4.000 Euro  geschätztes Hundebildnis erzielte 370.000 Euro, sogar ein Tagebuch, Fotografien und alte Scheckabschnitte wurden gekauft.

Bacon, der 1992 gestorben ist, gehört zu den bedeutendsten gegenständlichen Malern des 20. Jahrhunderts. In seinem Werk setzte sich der gebürtige Ire vornehmlich mit der menschlichen Figur auseinander.

Kronen Zeitung und Krone.at